Knorpelschäden und Knorpelerkrankungen

Gelenkknorpel gehört zu den sehr schlecht regenerationsfähigen Geweben des Körpers. Daher kann durch eine Fehl- oder Überbelastung des Knies allmählich die Abnutzung (Verschleiß) die Regeneration des Gewebes übersteigen. Dies führt auf längere Sicht zu Knorpelschäden.

Aber auch durch Unfälle kann ein Knorpelschaden entstehen. In diesen Fällen kann es zum Herausbrechen von kleinen Knorpelstücken nach eine Fehlbelatung kommen. Meist ist dann nur ein kleiner Abschnitt des Gelenks betroffen. Oberflächliche Knorpelschäden bleiben unbemerkt und werden erst bei Reizung und folgender Entzündung der Gelenkinnenhaut schmerzhaft. Durch die Entzündung wird die weitere Knorpelschädigung begünstigt, weshalb ein frühzeitiges Eingreifen sinnvoll ist.

Je nach Ausdehnung und Tiefe des Knorpelschadens, weiteren Verletzungen und dem Bewegungsanspruch des Patienten kommen verschiedene Therapien in Frage, um den weiteren Knorpelverlust zu stoppen und den Defekt gegebenenfalls zu reparieren. Immer ist nach der Ursache für den Knorpelschaden zu suchen, um eventuelle Begleitschäden am Kapsel-Band-Apparat beheben zu können.

Typische Beschwerden bei Knorpelschäden

Bei allmählich entstehenden Knorpelschäden berichtet der Betroffene meist über Schmerzen bei Belastung (z.B Sport oder intensiver Wanderung) und über ein Anschwellen des Gelenks nach solchen Anstrengungen.

Führt ein Unfall zu einem Herausbrechen von Knorpelstücken, geht das für den Betroffenen mit einem stechenden Schmerz in das Gelenk einher. Bei Unfällen oder anderen Knorpelerkrankungen, bei denen ohne Unfall größere Knorpelteile aus dem Verbund ausbrechen, kann das Gelenk so blockiert sein, dass es zu einer akuten Bewegungseinschränkung und zu einer Unfähigkeit zu Gehen kommt.

Beschwerden durch Knorpelschäden konservativ behandeln

Bei frühzeitiger Diagnose kann Besserung durch Schonung, stadienabhängige Wärme- oder Kältebehandlung und entzündungshemmende und schmerzstillende Medikation (z.B. Ibuprofen oder Voltaren) erreicht werden. Physikalische und krankengymnastische Behandlung und Gelenkschienen (Orthese) sind meist von großem Nutzen. Bei stärkeren Schmerzen ist eine entzündungshemmende und schmerzstillende Injektion (Kortikosteroide) in das Kniegelenk möglich.

Operation bei Knorpelschäden: Welche Möglichkeiten gibt es?

Abhängig von dem Ort und der Größe des Knorpelschadens sowei bei fast allen akuten Verletzugen mit einer Gelenkblockierung kann eine von zahlreichen Operationen am Gelenkknorpel erforderlich sein. Diese sind nachfolgend aufgeführt.

  • Arthroskopische Knorpelglättung: Oberflächliche Defekte können mit einem kleinen Schneidemesser geglättet werden. So wird der weitere Knorpelverlust besonders bei instabilen Schäden gebremst.
  • Arthroskopische Stimulation von Knorpelersatzgewebe:Tiefer reichende Defekte können durch die Bildung von Faserknorpel aus Knochenmarkzellen verschlossen werden. Für diese biologische Heilung wird in den meisten Fällen zunächst das geschädigte Gewebe entfernt (Debridement), anschließend werden durch einen mit einem Eispickel vergleichbaren Instrument mehrere Löcher in den unter dem Defekt liegenden Knochen gemacht. Die aus dem Knochenmark dann austretenden Blutzellen setzen einen Regenerationsprozess in Gang, bei dem sich über die Dauer mehrerer Wochen Ersatzknorpelgewebe bildet.
  • Knorpel-(zell)transplantationen: Ebenfalls bei tiefer reichenden Defekten kann neuer Knorpel durch körpereigene Knorpelzellen gebildet werden. Dazu wird ein kleines intaktes Knorpelstück aus dem Gelenk entnommen und über mehrere Wochen in einem Labor angezüchtet und vermehrt. In einer 2. Operation kann dann aus dem Konzentrat der Knorpelzellen der ursprüngliche Knorpeldefekt gedeckt werden. Die Zellen bilden anschließend über einen Regenerationsprozess von mehreren Wochen eine neue Knorpelschicht.

Nachbehandlung nach Knorpelschaden

Nach den Operationen sind Krankengymnastik mit frühfunktioneller Mobilisation im schmerzfreien Bereich, entzündungshemmende und schmerzstillende Medikation und Kühlung von großem Nutzen. Der Aufbau von Knorpelersatzgewebe und Zelltransplantaten benötigt eine längere Schonungsphase von mehreren Wochen, in denen langsam zunehmende Belastungsstimuli auf das Kniegelenk stattfinden.

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