{"id":314,"date":"2017-10-26T15:51:30","date_gmt":"2017-10-26T13:51:30","guid":{"rendered":"http:\/\/new.sporttrauma-koeln.de\/?page_id=314"},"modified":"2017-11-08T11:50:08","modified_gmt":"2017-11-08T10:50:08","slug":"bandinstabilitaet-des-ellenbogengelenkes","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/sporttrauma-koeln.de\/en\/leistungsbereiche\/ellenbogen\/bandinstabilitaet-des-ellenbogengelenkes\/","title":{"rendered":"Bandinstabilit\u00e4t des Ellenbogengelenkes"},"content":{"rendered":"<p>Zu Bandinstabilit\u00e4ten am Ellenbogengelenk kommt es entweder in der Folge eines Sturzes auf den ausgestreckten Arm (mit oder ohne Auskugeln des Gelenkes), oder aber durch sportartspezifische Bewegungsmuster mit repetetiven Mikrotraumen wie zum Beispiel beim Werfen oder \u00dcberkopfsport (Baseball, Handball, Tennis). Da bei einem Sturzereignis auf den ausgestreckten Arm die Zerrei\u00dfung des Kapsel-Band-Apparates von au\u00dfen (radial) nach innen (ulnar) abl\u00e4uft, sind Verletzungen des \u00e4u\u00dferen Bandapparates (LUCL) mit einer daraus resultierenden Instabilit\u00e4t im Bereich des Speichenkopfes (posterolaterale Rotationsinstabilit\u00e4t) wesentlich h\u00e4ufiger als eine innere (ulnare) Seitenbandinstabilit\u00e4t. Gelegentlich sind radiale Instabilit\u00e4ten auch Folge einer funktionellen St\u00f6rung der Unterarmstrecksehnen mit hierdurch bedingter chronischer \u00dcberbelastung des Bandapparates (LUCL).<\/p>\n<h3><strong>Typische Beschwerden beim instabilen Ellenbogengelenk<\/strong><\/h3>\n<p>Patienten mit einer Instabilit\u00e4t des Ellenbogengelenkes berichten \u00fcber wiederholtes Klicken, Knacken oder Schnappen des Gelenkes. Der Betroffene schildert, dass er lokale Schmerzen und ein Unsicherheitsgef\u00fchl des Ellenbogengelenkes bei belastenden Aktivit\u00e4ten versp\u00fcre. Bei der posterolateralen Rotationsinstabilit\u00e4t werden insbesondere St\u00fctzbelastungen als unangenehm empfunden und vermieden. Bei der ulnaren Seitenbandinstabilit\u00e4t kommt es zu innenseitigen Ellenbogenschmerzen beim Ausholen und Beschleunigen des Balles im Wurfsport oder Treffen des Balles beim \u00dcberkopfsportler. Nicht selten kommt es durch die kompensatorische \u00dcberbelastung der Unterarmmuskulatur zu Beschwerden im Sinne eines Tennis- oder Golferellenbogens oder aber werden die Schmerzen des Patienten als solche fehlinterpretiert. In solchen F\u00e4llen kann die Diagnose gelegentlich erst durch eine Stabilit\u00e4tsuntersuchung in Narkose und\/oder Arthroskopie des Ellenbogengelenkes gestellt werden.<\/p>\n<h3><strong>Konservative Therapie des instabilen Ellenbogengelenkes<\/strong><\/h3>\n<p>In der Akutphase einer Bandverletzung des Ellenbogengelenkes kann eine kurzzeitige Ruhigstellung sinnvoll sein. Dabei sollte selbst bei einer stattgehabten Ellenbogenluxation ein Zeitraum von 6 Tagen nicht \u00fcberschritten werden. Anschlie\u00dfend erfolgen die Mobilisation in einer Bewegungsorthese und die Aktivierung aller gelenk\u00fcberspannenden Muskelgruppen. Diese werden auch beim konservativen Therapieversuch der chronischen Bandinstabilit\u00e4t trainiert.<\/p>\n<h3><strong>Operative Therapie des instabilen Ellenbogengelenkes<\/strong><\/h3>\n<p>Kommt es dennoch zu einer persistierenden Instabilit\u00e4t des Gelenkes ist bei entsprechender Symptomatik oder sportlichem Anspruch des Patienten eine Bandplastik indiziert. Vorgeschaltet ist immer eine Spiegelung (Arthroskopie) des Gelenkes um das genaue Ausma\u00df sowie die Richtung der Instabilit\u00e4t festzustellen. Im Anschluss wird das verletzte Seitenband durch eine k\u00f6rpereigene, verzichtbare Sehne ersetzt. Im Falle der posterolateralen Rotationsinstabilit\u00e4t, verursacht durch die Verletzung des \u00e4u\u00dferen Bandapparates (LUCL), wird hierf\u00fcr zumeist ein ca. 5 mm breiter Streifen aus der Tricepssehne entnommen. \u00dcber jeweils ein Bohrloch in Elle und Oberarm wird das Transplantat im urspr\u00fcnglichen Verlauf des LUCL fixiert. Zur Behandlung der medialen Instabilit\u00e4t wird hingegen \u00fcber einen Schnitt am Knie eine Sehne der Oberschenkelr\u00fcckseite entnommen (Gracilissehne). Diese wird \u00fcber zwei kommunizierende Bohrkan\u00e4le durch die Elle gezogen und die beiden freien Enden mit Hilfe einer Schraube in einer Bohrung an der Innenseite des Oberarmknochens befestigt. Das Transplantat heilt in den Monaten nach der Operation fest in den Knochen ein.<\/p>\n<h3><strong>Nachbehandlung nach Bandplastik am Ellenbogengelenk<\/strong><\/h3>\n<p>Die Nachbehandlung nach operativer Bandplastik am Ellenbogengelenk schlie\u00dft abschwellende Ma\u00dfnahmen wie Lymphdrainage und Eistherapie, die Einnahme antiphlogistischer Medikamente sowie eine mehrmonatige krankengymnastische Be\u00fcbung des Gelenkes ein. F\u00fcr den Zeitraum von sechs Wochen nach der Operation muss eine Bewegungsorthese getragen werden, die im Falle der LUCL-Plastik in den ersten vier Wochen auf einen limitierten Bewegungsumfang von 80\u00b0 eingestellt ist (Streckung\/Beugung 0\/10\/90\u00b0).  Im Anschluss kann mit einem vorsichtigen Krafttraining begonnen werden. Je nach Anforderung an den operierten Arm ist eine R\u00fcckkehr zum Sport nach vier bis sechs Monaten m\u00f6glich.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zu Bandinstabilit\u00e4ten am Ellenbogengelenk kommt es entweder in der Folge eines Sturzes auf den ausgestreckten Arm (mit oder ohne Auskugeln des Gelenkes), oder aber durch sportartspezifische Bewegungsmuster mit repetetiven Mikrotraumen wie zum Beispiel beim Werfen oder \u00dcberkopfsport (Baseball, Handball, Tennis). Da bei einem Sturzereignis auf den ausgestreckten Arm die Zerrei\u00dfung des Kapsel-Band-Apparates von au\u00dfen (radial) &hellip; <\/p>\n<p class=\"link-more\"><a href=\"https:\/\/sporttrauma-koeln.de\/en\/leistungsbereiche\/ellenbogen\/bandinstabilitaet-des-ellenbogengelenkes\/\" class=\"more-link\">Continue reading<span class=\"screen-reader-text\"> &#8220;Bandinstabilit\u00e4t des Ellenbogengelenkes&#8221;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":695,"parent":20,"menu_order":27,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"class_list":["post-314","page","type-page","status-publish","has-post-thumbnail","hentry"],"translation":{"provider":"WPGlobus","version":"3.0.0","language":"en","enabled_languages":["de","en"],"languages":{"de":{"title":true,"content":true,"excerpt":false},"en":{"title":true,"content":true,"excerpt":false}}},"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/sporttrauma-koeln.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/314","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/sporttrauma-koeln.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/sporttrauma-koeln.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/sporttrauma-koeln.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/sporttrauma-koeln.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=314"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/sporttrauma-koeln.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/314\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":773,"href":"https:\/\/sporttrauma-koeln.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/314\/revisions\/773"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/sporttrauma-koeln.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/20"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/sporttrauma-koeln.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/695"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/sporttrauma-koeln.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=314"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}